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Samstag, 08.05.2021, 10.00 - 18.00 Uhr

01728 Possendorf | Ev.-Luth. Kirche

Kirchgasse

Kirche

Ev.-Luth. Kirche Possendorf

Possendorf wurde erstmals 1286 als Bosetendorf erwähnt. Es ist ein typisches Waldhufendorf. Der alte historische Ortskern befand sich im Bereich der Kirche und bestand aus Rittergut und Rittergutspark, Kirche, Pfarrhof, Gasthof und den Kirchschulgebäuden. Der Ort wurde vornehmlich von der Landwirtschaft und dem dörflichen Handwerk, wie Schmiede und Korbflechterei, geprägt. Von 1860 bis 1868 wurde im Possendorfer „Hermannschacht“ Steinkohle gefördert. Das Rittergut ging aus einem Vorwerk der Grundherrschaft Rabenau hervor und erhielt im Jahre 1716 unter Carl Gottlob von Leubnitz die Schriftsässigkeit und Patrimonialgerichtsbarkeit sowie das Patronatsrecht über die Kirche. Die Bodenreform nach 1945 hatte zur Folge, dass der damalige Besitzer enteignet wurde. Der obere Hof des Gutes mit dem Herrenhaus wurde auf Befehl der SMAD abgerissen. Heute befindet sich an dieser Stelle ein kleiner Marktplatz mit Pkw-Stellplätzen. Der Rittergutspark wurde zum heutigen Schulpark mit Freilichtbühne umgestaltet und bildet die Lokalität für mehrere Veranstaltungen. Unter dem langjährigen Possendorfer Gemeindevorstand Karl Friedrich Sommerschuh wurde die „Windbergbahn“ bis Possendorf verlängert. Der Ort hatte somit von 1908 bis 1951 einen Bahnanschluss nach Dresden. Der ehemalige Bahndamm ist heute ein sehr beliebter Rad- und Wanderweg.

Die Possendorfer Kirchgemeinde bildet mit ihren heute 12, bis 1950 14, zugehörigen Orten eine der größten Gemeinden der Umgebung. Etwa um 1150 stand eine einfache Missionskapelle an der Stelle der heutigen Kirche. Der Altarraum stammt noch aus dieser Zeit. 1521 wurde der untere Teil des Kirchturmes als freistehender Turm errichtet. Von 1595 bis 1596 wurde das Kirchenschiff zwischen den Altarraum und den Turm gebaut. Die Kirche ist eine der wenigen zweischiffigen Hallenkirchen in Sachsen. Die Gewölbe werden von drei mächtigen Säulen getragen. Im Jahre 1699 erhielt der Turm seinen schlanken barocken Aufsatz, den er bis 1884 trug. Der Bau von 1699 wurde von August dem Starken und dem kurfürstlich-sächsischen Kriegszahlmeister Johann Lämmel unterstützt. Der heutige Kirchturm wurde 1884/85 nach Plänen von Traugott Ernst Sommerschuh aus Rippien umgebaut. Mit seinen 57 Metern ist er der höchste Kirchturm im ehemaligen Kirchen-bezirk Dippoldiswalde. Auf dem Glockenboden hängen die letzte Bronzeglocke aus dem Jahre 1828 sowie zwei Stahlglocken aus dem Jahre 1955. Zu den besonderen Einrichtungsgegenständen der Kirche gehören der Taufstein von 1542 mit seinem barocken Aufsatz von 1773, die Orgel, die letzte Orgel von Orgelbaumeister Stöckel aus Dippoldiswalde aus dem Jahre 1881, die Kanzel von 1630 mit Bildern von Johannes dem Täufer und Mose mit den Gesetzestafeln sowie einem Relief des Gekreuzigten, ein überlebensgroßes Kruzifix aus der Renaissance und die Betstübchen der Rittergutsbesitzer. Diese Betstübchen gehörten zu den Rittergütern Possendorf, Kleincarsdorf, Bärenklause, Theisewitz und Wilmsdorf, sowie zum Freigut Wendischkarsdorf. Von 1820 bis 1821 erzog der Possendorfer Pfarrer Christian Ephraim Wetzel den siebenjährigen Richard Wagner und bereitete ihn auf den Besuch der Kreuzschule in Dresden vor. Die Possendorfer Kirche wurde von Juli 2010 bis Mai 2011 aufwendig saniert. Seitdem erstrahlt das Gotteshaus wieder in neuem Glanz.

Classic Brass führt an diesem Samstag einen Workshop für Posaunenchorbläser-innen und -bläser in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Possendorf durch. Teilnehmen können interessierte Posaunenchorbläserinnen und -bläser aus dem gesamten Bundes-gebiet. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sichert nur die früh-zeitige Anmeldung einen Teilnehmerplatz!

Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt auf mit Herrn Christoph Clauß, Mobil 0157-88320064

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Classic Brass

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